Türkenlouis Rundweg
Mittel
Auf dem Türkenlouispfad erschließen sich auf der „Breiten Au“ sieben Barocke Verteidigungsanlagen, von denen sich herrliche Aussichten über das Rheintal bis auf die Vogesen, das Feldbergmassiv und die Schweizer Alpen im Rahmen einer Rundtour bieten. Der Weg führt von Breitnau über den Roßberg zum Hugenweiher, Fahrenberg und zurück über die Ringelschanze in den Ort.
Details der Tour
Empfohlene Jahreszeit
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Der Türkenlouispfad ist mit dem Türkenlouislogo ausgeschildert.
Wir starten in Breitnau am Parkplatz bei der Kirche, nahe der Bushaltestelle Breitnau Kirche und wandern dem Türkenlouislogo folgend den Roßberg hinauf. Bei klarem Wetter sieht man von dort die Schweizer Alpen.
Von hier geht es weiter Richtung Funkmast auf dem Weg durch die Wiese und dann nach rechts durch den Wald zur Bartleshöhe, von der aus wir nach links zum Hugenweiher gelangen.
Wir wandern linkerhand am Hugenweiher vorbei die Wiese hinauf zum oberen Fahrenberg. Dort belohnt uns ein herrlicher Ausblick auf die Vogesen, den Kandel, St. Peter und St. Märgen.
Hier erschließt sich dem Wanderer erstmals, warum die Verteidigungsanlagen auf den Bergkämmen liegen. Der herrliche Ausblick, den wir heute genießen, bot vor Jahrhunderten Ausschau: Wer nähert sich, von wo, wie schnell, in welcher Bekleidung, mit welcher Mann- und Pferdestärke?
Nun gehen wir nach rechts zur Großen Schanze Beckenhöhe, auf die das Figurenschild mit einem kaiserlich-habsburgischen Kanonier aufmerksam macht.
Ostwärts liegt die Kleine Schanze Beckenhöhe. Von weitem schon erblickt man dort den Adeligen im Gespräch mit einem Bauern. Der Herr aus dem Geschlecht derer von Sickingen ist prachtvoll und farbig gekleidet und blickt von oben herab auf den ärmlich gekleideten Mann.
Wer möchte geht einen kleinen Abstecher in Richtung B 500 und unter dieser hindurch. Rechts der B 500 Richtung St. Märgen steht ein Augustinermönch. Er zeigt Richtung St. Märgen, das man von dieser Stelle aus sehen kann.
Die gut erhaltene Mucklewaldschanze liegt verborgen nordöstlich oben im Wald in Richtung Fahrenberger Höhe.
Wem der Umweg zu weit ist, der wandert von der Kleinen Schanze Beckenhöhe entlang der Straße Richtung Oberer Fahrenberg und Naturfreundehaus. Am Beckenhof passieren wir einen steinernen Bildstock, der zur Erinnerung an zwei Kinder aufgestellt wurde, die im Winter 1543 auf dem Nachhauseweg in einem Schneesturm die Orientierung verloren und wenige Meter vom Hof entfernt erfroren sind.
Von dort sind es nur noch wenige Meter bis zum Naturfreundehaus.
Am Eingang zur Rossbergschanze am Naturfreundehaus begrüßen uns zwei Kinder.
In der Anlage befindet sich ein Kinderspielplatz mit Grillmöglichkeit, nebenan im Wanderheim empfiehlt sich eine Ruhepause.
Frisch und gestärkt folgen wir dem Weg bis zum Ochsen und gehen dort nach links zum Aussichtspunkt am Verbindungswall. Dort eröffnet sich ein eindrucksvoller Blick in den Wehrgraben.
Nun folgen wir der Beschilderung auf dem schmalen Pfad entlang des Walles, dabei queren wir zwei Forstwege auf dem Weg zur Ringelschanze.
Vor der Ringelschanze empfängt uns ein kaiserlich-habsburgischer Fußsoldaten mit Schanzkorb. Über die neu errichtete Brücke betreten wir die Anlage, in der vom Schwarzwaldverein und Wälderleben e.V. eine Blockhütte aufgestellt wurde.
Die Schanzanlage wurde entforstet, die Wehrgräben ausgebaggert und nach Vorgaben des Landesamtes für Denkmalpflege die Nordwestecke des Walls wiederhergestellt; dort wurden nach historischen Vorlagen Palisaden und Schanzkörbe aufgestellt.
Von der Hütte und dem Wall lassen wir den Blick über den Feldberg, den Schauinsland, die Vogesen und den Kandel schweifen.
Nun folgen wir der Beschilderung bis zum Schanzenhäusle, einstmals Sammelplatz und Befehlszentrale der heimischen Landwehr; darauf weist die Tafel, auf der Bauern und ein Soldat sich die Wartezeit beim Kartenspiel vertreiben, hin. Hier war auch der Sammelpunkt der wehrhaften Männer aus Breitnau, sollte die Sturmglocke einmal läuten.
Von dort wenden wir uns nach rechts zur Hohwart, der hohen Wacht, hinauf. Schon aus der Ferne sehen wir den kaiserlich- habsburgischen Fußsoldaten, der ein Alarmfeuer entzündet.
Die Hohwartschanze hebt sich mit ihrem karoförmigen Grundriss von den anderen Schanzen ab. Sie überwachte den Nessellachenweg und den Diezenbachdobel.
Bei klarer Sicht bietet sich ein atemberaubendes Panorama: Hinterzarten, Hochfirst und die Schweizer Alpen, mit den prägnanten Gipfeln des Säntis und Tödi.
Nun gehen wir denselben Weg zurück zum Schanzenhäusle und über den Roßberg nach Breitnau.
Alternativ bietet sich ein ca. 4 Kilometer längerer Rückweg von der Hohwartschanze über den Haldenbuck an. Wir gehen zum Windrad, dann über die Straße, wenden uns nach links, dann wieder rechts Richtung Wald, den wir geradeaus durchqueren, am Waldrand wenden wir uns nach rechts und folgen der Beschilderung.
Vor der Haldenbuckschanze empfängt ein französischer Fußsoldat mit auffallend roten Strümpfen und Ärmelstulpen sowie aufgepflanztem Bajonett den Besucher. Aus dem französisch besetzten Freiburg zogen immer wieder marodierende Truppenteile hinauf in die Schwarzwalddörfer.
Die Haldenbuckschanze diente zur Überwachung des Höllental-, Nessellachen- und Diezendobelaufstiegs.
Sie ist die am westlichsten gelegene Anlage des Türkenlouspfades. Zurück geht es nun den Schildern nach über den Hohwarthof, dann rechts durchs Hinterdorf bis zum Schuhhof, dann nach links über die Kapelle Maria im Moos zur Sonnenhöhe.
Im Cafe Sonnenhöhe Breitnau lohnt sich, auch wenn es bis zur Kirche nur noch wenige Minuten sind, eine Einkehr.